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Hesse, Gedichte.

Hesse, Gedichte.

Hesse, Hermann (1877 – 1962). Gedichte. Berlin, Grote 1902. XII, 196 S. OLn. mit verg. R.– u. D.-Titel (gering berieben).

Erste Ausgabe. Waibler E 135. Wilp./G. 4. – Erschienen bereits im November 1901 in der Reihe „Neue deutsche Lyriker“, Bd.III, hrsg. u. eingeleitet von Carl Busse. Gedruckt in brauner Schrift auf Maschinenbütten. Mit einem Widmungsgedicht an seine Mutter (welche ihm als seine wichtigste Kritikerin galt), die am 24. April 1902 starb. Die Gedichte entstanden in den Jahren 1896 bis 1901, einige wenige der „Romantischen Lieder“ haben auch hier Eingang gefunden. – Nachdem Hesses ersten Bücher kaum wirklichen Widerhall gefunden hatten, war die Einladung des Herausgebers der bei Grote erscheinenden Reihe „Neue deutsche Lyriker“ Carl Busse, an der Reihe teilzunehmen „die erste wirkliche Freude, die ich in meinem jungen Literatenleben erfuhr“, schrieb Hesse zum 10. Todestag Busses 1928. Die nun stärker als bisher einsetzende Kritik ist freundlich, jedoch auch warnend. So schreibt Hans Bethge in „Das literarische Echo“ 1902: „Es sei gleich vorausgesagt, daß uns scheint, Hesse werde sein Bestes einmal außerhalb von Vers und Strophe bilden.“ Selbst Kurt Tucholsky schreibt fast 30 Jahre später: „Die Gedichte sind rührend schlecht. Sie stammen aus der Zeit, da Hesse noch Hermann Lauscher hieß und sehr jung war. Heute hat man leicht lächeln“. Aber er fährt fort, dass man ihm nach seinem weiteren Werk „die Echtheit und Tiefe der alten Verse“ glauben könne. „Denn immer wieder bricht ‚Es‘ durch: das Ingenium.“ Hesse selbst ist im Jahr darauf frustriert. In einem Brief an Stefan Zweig schreibt er: „Neulich kam wieder eine schöne Rezension meiner Gedichte, aber kaufen tut sie keine Seele, und wenn auch der neue Roman (″Unterm Rad“) nicht geht, wird mir der Kram zu dumm, und ich versuche dann irgendwas andres“. – Mit marmoriertem Vorsatz, der vordere fliegende Vorsatz u. der Schutztitel fehlen.

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