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Bernhard, Frost. Roman.

Bernhard, Frost. Roman.

Bernhard, Thomas. Frost. Roman. Frankfurt, Insel 1983. 357(3) S. OLn. m. OU und Bauchbinde (mit Resten des originalen transparenten Einpackpapieres)

Vgl. Dittmar 21. – Eines von 1000 von Bernhard num. u. signierten Exemplare anlässlich des 20. Jahrestages des Erscheinen der Erstausgabe. – Frost ist der Bericht eines Studenten, der im Auftrag eines Arztes dessen Bruder, den Maler Strauch, beobachten soll, der sich seit 20 Jahren in ein gottverlassenes Nest „Weng“ in einem Hochtal des Salzburger Landes zurückgezogen hat und als krank bzw. verrückt gilt. Der größte Teil des sonst fast handlungsarmen Buches besteht aus den Berichten des Studenten über seine Begegnungen mit Strauch, der Wiedergabe ihrer Gespräche und der heftigen, maßlosen Monologe des Malers. Strauch leidet am „Frost“, dem Frost in der ganzen Welt, der in die Seelen gedrungen ist und der seinen Kopf hat riesig anwachsen lassen, sodass er kaum noch zu tragen ist. Am Ende kehrt der Maler Strauch von einem Spaziergang in Eiseskälte nicht mehr zurück. Der fiktive, in einer Schlucht gelegene düstere Hochgebirgsort Weng, eine Art Endstation mit einer Menge an Figuren, deren Dasein und Handeln banal und seelenlos ist – „es riecht nach Menschenfleisch“ –, ist eine „Szenerie einer Vorhölle, aus der man, wie in einem Alptraum, nicht mehr herausfindet“, schrieb Carl Zuckmayer. „Ich halte das Buch für eine der stärksten Talentproben, für eines der aufwühlendsten und eindringlichsten Prosawerke, die seit Peter Weiss von einem Autor der jüngeren Generation vorgelegt worden sind.“

Unser Preis: EUR 600,-- 

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