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Meffreth. Sermones de tempore et de sanctis, sive Hortulus reginae. P. 1-3 in 1

Meffreth. Sermones de tempore et de sanctis, sive Hortulus reginae. P. 1-3 in 1

Inkunabel – Meffreth. Sermones de tempore et de sanctis, sive Hortulus reginae. P. 1-3 in 1 Bd. Nürnberg, Anton Koberger 14. Febr. 1487. 4°. (30,6 x 20,6 cm ) 483 Bll. (statt 488 – ohne das erste u. letzte leere Bl., sowie am Schluss 3 Bll. Tabula). – Lagen: (P.1:) a 7, b-z 6, *6, * 8; (P.2:) aa-zz 6, Aa-Ff 6, Gg 8, Hh 8, Ii 6, Kk 6; (P.3:) AA-XX 6, YY 6-4. Blindgeprägtes Schweinsleder des 16. Jhdt. über Holzdeckeln auf 5 Bünden mit Rollenstempeln u. 2 Schließenbeschlägen (leicht berieben, bestoßen u. fleckig, längs gebrochener Vorderdeckel sehr fachkundig repariert, Schließen fehlen).

GW M22662. BSB-Ink S-306. – Die erste Koberger-Ausgabe dieses sehr umfangreichen homiletischen Repertoriums, der seit 1483/84 drei Baseler Ausgaben bei Nikolaus Kessler vorangegangen waren. – Das Werk ist gegliedert in 1. Pars hiemalis de tempore, 2. Pars aestivalis de tempore, 3. De sanctis. – Über den Verfasser Meffreth, Prister zu Meißen, ist nicht mehr bekannt, als was er selbst in den Prologen zum 1. und 3. Teil bekannt gibt. Danach sind die Sermones de sanctis 1443 vollendet worden, die Sermones de tempore im Jahre 1447. – Der Einband ist nach Haebler I, S. 198 eine Arbeit des Meisters S. H. (F) (Rollenstempel 1., 4. u. 5.), dessen Rollen 1 u. 2 Haebler besonders häufig in Graz und in Salzburg begegnet sind. – Ein lateinischer Besitzvermerk am Schluß aus dem Jahr 1670/71 stammt vom Subprior und Prediger des Dominikanerklosters zu Loeben Albertus Hyacinthus. – Verwendung fanden hier gotische Typen in 2-spaltig zu 70 Zeilen angeordnet. Mit eingemalten roten Lomarden. Jeweils zu Beginn der drei Teile von Hand des 17. Jhs. anstelle einer Initiale eine leicht variierende Miniatur in Federzeichnung und Deckfarben mit Darstellung eines in einem Hortus sitzenden schreibenden Mönchs, davor mit weisender Hand die Regina als personifizierte Darstellung der Kirche. Die erste Miniatur mit farbigen Blattrankenausläufen. Rubriziert. – Papierbedingt teils leicht gebräunt, teils ganz minimal stockfleckig, selten kl. Wurmfraßspuren, aber nur im w. Rand, teils mit leichter u. schmaler Wasserfleckenrandung. Mit zahlr. Tintenmarginalien u. einigen Textanstreichungen von Händen des 17. Jhdts.

Unser Preis: EUR 8.000,-- 

Einband
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